Habanolide



Ein vielseitig, moderner Moschusduftstoff, der vom Hersteller Firmenich wie folgt beschrieben wird: "Äußerst eleganter Moschusduft. ... ein sehr kraftvoller Moschus. Verbindet die Stärke und Zähigkeit der aromatischen Moschusarten mit der Anmut und Eleganz der makrozyklischen Moschusarten. Ausgezeichnet in allen Anwendungen."


Habanolide ist speziell für seine charakteristische "heiße Eisen"-Note bekannt, dank derer es zum Rückgrat einer Reihe von modernen Moschus-Akkorden geworden ist.


Häufig wird der metallische Charakter von Habanolide auch mit heiß gebügelter Wäsche in Verbindung gebracht und zählt neben einigen weiteren synthetischen Duftstoffen zu den sogenannten "White Musks". Die "White Musks" zeichnen sich eher durch eine feine holzige, manchmal fruchtige Frische aus, als wirklich animalische Aspekte aufzuweisen. Der prototypische weiße Moschus-Akkord wurde von Alberto Morillas als Antwort auf das Briefing für Emporio Armanis Duft "White for Her" (2001) kreiert, in dem Habanolide "mit 8,8% Helvetolide" kombiniert wurde (Helvetolide geht im Gegensatz zu Habanolide in die fruchtige Moschusrichtung).


Einer der wohl bekanntesten Düfte mit "White Musk" ist der gleichnamige Duft von The Body Shop. In diesem Duft sollen etwa 9,4% des Duftes weißer Moschus sein (Galaxolide 7,7%, Tonalide 1,6% und Cashmeran 0,1%). Bei dem letzten Duftsoff (Cashmeran) handelt es sich streng genommen, wie in dem Beitrag dazu beschrieben, um einen Amber Duft, allerdings wird dieser oft aufgrund seines Duftcharakters, wie ein Moschusduftstoff behandelt.


Neben dem besagten Duft "White Musk" von The Body Shop gibt es aber auch neuere Erscheinungen, die sich immer wieder die Vorteile von Habanolide zu Nutze machen. So hat Habanolide beispielsweise einen großen Anteil an der frischen metallischen Note des weltweiten Bestsellers "Dior Sauvage".